Der BMBF Forschungsschwerpunkt FSP-101 "Physik an der Teraskala mit ATLAS am LHC" ist ein Forschungsnetzwerk aus dreizehn deutschen Universitäten und Max-Planck-Instituten:
Seit Freitag, 27.8. liefert der LHC neue Rekordluminositäten von
1031 und damit 10000 mal soviel wie am Anfang der Datennahme
im März. Insgesamt hat ATLAS inzwischen fast 4 pb-1
aufgenommen, d.h. fast vier mal soviel, wie vor 3 Wochen.
Diese Luminosität bedeutet eine Vervielfachung der
von ATLAS aufgezeichneten wichtigen Z und W - Bosonen und
Top Quarks und von Jet - Jet Massen von ueber einem TeV.
In der letzten Woche wurden vom ATLAS Management die neuen Koordinatoren der ATLAS – Physikgruppen bekannt gegeben. Ab 1. Oktober werden J. Butterworth (Standard Modell), A. Korn (B – Physik), W. Brooks (Schwerionen), H. Bachacou (Exotik), P. Pralavorio (SUSY) und P. Loch (Monte Carlo) ihre Aufgabe als Koordinatoren übernehmen. Von ATLAS – D wurde *Sandra Kortner als Koordinatorin der Higgs-Gruppe ausgewählt
Nach ihrem Studium in Zagreb und einer Forschungstätigkeit am dortigen Rudjer Boskovic Institut, wurde Sandra Kortner Mitglied in die ATLAS-Arbeitsgruppe am MPI, wo sie bis heute tätig ist. Seit Oktober 2009 ist sie dort Leiterin einer Nachwuchsgruppe im Rahmen des MPG-Minerva-Programms.
In ATLAS hat sie an der Entwicklung des Alignierungsystems für das Myon-Spektro-meter sowie an der langjährigen Konstruktion der Myon-Driftrohrkammern und Untersuchung deren Verhaltens gearbeitet. Seit mehreren Jahren widmet sie sich der Suche nach dem Higgsboson. Von März 2008 bis Mai 2010 war sie Koordinatorin für Higgsphysik innerhalb der deutschen
ATLAS-Physikgruppe.
Seit
September 2008 koordiniert sie auch innerhalb von ATLAS die Untergruppe zur Higgs- Suche im „goldenen“ Zerfallskanal mit vier Leptonen.
Mit dem Antritt der neuen Koordinatoren endet die Verantwortung von Stefan Tapprogge (Mainz) für die Standard Modell Gruppe und Judith Katzy (DESY) für die Monte- Carlo Gruppe. Gerade in den letzten Monaten, am Beginn der Datenahme, war ihre Arbeit von herausragender Bedeutung für die ATLAS Physikanalyse.
* Vielen ist Sandra unter Ihrem Mädchennamen Horvat bekannt. Wir gratulieren ihr (und Oliver Kortner, dem ATLAS Koordinator Myon - Identifikation) herzlich zur kürzlichen Hochzeit.
Auf dem Treffen am 19.
und 20.7. in Zeuthen haben Vertreter der deutschen Grid - Zentren und der
Physikgruppen die ersten Erfahrungen mit dem ATLAS Computing in Deutschland
während der Datennahme ausgewertet. In den vergangenen Monaten hat sich die
Nutzung der Ressourcen am GridKa und insbesondere der Tier 2 - Zentren bei
DESY, dem MPI für Physik und den Universitäten Freiburg, Göttingen, München und
Wuppertal vervielfacht. Damit haben die deutschen Grid Zentren wesentliche
Beiträge zur Datenauswertung in ATLAS geleistet. Ihnen wurde, auch von
ausländischen ATLAS Kollegen, eine sehr hohe Zuverlässigkeit und Effektivität
bescheinigt.
16. Juni 2010: Seit einer Woche sind die neuen Convener der sechs ATLAS „Combined Performance“ Gruppen benannt. Sie treten im Oktober ihr Amt als Stellvertreter an und übernehmen ein Jahr später die Leitung der Gruppen. Neben Sara Strandberg (FlavourTagging), Tancredi Carli (Jets und Missing Energy), Attilio Andreazza (Tracking), und Fabrice Hubaut (e/gamma) übernehmen auch zwei Mitglieder deutscher Gruppen Aufgaben als Convenor.